Jürgen Klenk

4tl_files/kg_rot_weiss_lindlar/images/Bilder-Variabel/Archiv/2020-21/Juergen-Klenk.jpg4 Jahre war Jürgen Klenk ein aktives Mitglied in unserem Karnevalsverein. Am 16. November verstarb unserer stellvertretender Senatspräsident nach einer Krebserkrankung im Krankenhaus.

Sein größtes Hobby war neben dem leckeren Essen das Tauchen. Schon vor 60 Jahren, als der Sport noch in den Kinderschuhen war, erkundete Jürgen die Amphoren und Wracks der Meere. Mit teils selbstgebautem, abenteurerlichem Equipment sah er oft als erster Mensch antike Schätze, die er teils auch barg. Auf Helgoland holte er 2 tote Tauscher aus einer 60 m tiefen Tauchglocke.

Auch im Schwimmbad schwamm er wie eine Robbe als Torwart im Unterwasserrugby.

In den Karnevalsverein trat der Computerfachmann schon 1974 ein und baute alles für die Sitzungen auf, auch hat er auf einige Karnevalswagen seinen Fingerabdruck hinterlassen.

Der gelernte Computerfachmann unterrichtete weltweit in Deutsch und Englisch. Von Großrechnern und PC´s hatte er jede Menge Ahnung und half auch vielen Freunden und Nachbarn, deren Computer wieder ans Laufen zu bringen, wenn sie abstürzten oder ein Virus alles zum Erliegen brachte. Ebenfalls unterrichtete er die Senioren in der Begegnungsstätte und brachte ihnen so die Welt der Computer und Smartphones näher.

Dieses Wissen half auch dem Karnevalsverein, neue Wege zu gehen. Seit frühen Zeiten kommunizierte die Bühne, die Regie und der Backstagebereich mit seinem Netzwerk. Der Sitzungspräsident erfuhr so, ob der nächste Künstler schon in den Startlöchern stand oder ob es noch eine Zugabe auf der Bühne geben musste. Jürgen war auf jeder Sitzung anwesend, man konnte sich auf ihn verlassen. 

Mit Joachim und Luigi war Jürgen im Dreigestirn 2003/04. als Bauer genoss er es, mit seinem Schmölzchen, von Auftritt zu Auftritt zu reisen und viele Erinnerungen zu sammeln, wovon er noch lange zehrte. Seine beiden Mitstreiter besuchten ihn noch wenige Wochen vor seinem Tod und immer wieder kam das Thema Dreigestirn auf.

Jürgen folgt seiner Frau Edith, die an der gleichen Krankheit starb. Zuletzt lebte er mit seiner geliebte Katze und der Schildkröte, die er von klein an aufzog, zusammen in seinem Haus. Jürgen hat 3 Kinder und eine Enkelin, die ihm bis zum Schluß zuhause half.

Für uns ist eine wichtige und vor allen liebenswerte Person von uns gegangen.

Jahreshauptversammlung

Am 28. August fand die Jahrehauptversammlung, vorab die Senatsversammlung statt.

Wegen der nicht einzuhaltenden Abstände, wurde das Kulturzentrum dafür präpariert. Vor diesem wurde auf die Hygiene hingewiesen. Im Eingangsbereich wurde man durch Absperrbänder geleitet, an Desinfektionsspendern vorbei.

Für einen Karnevalisten ist die beängstigend, wenn man bedenkt, dass im Karneval geschunkelt und gebützt wird, mit Nähe zu allen Personen.

Um 19 Uhr startete die Senatsversammlung, die Wolf Herkner als Senatspräsident souverän abhielt. Weit über 10.000 € haben die Senatoren auf dem Konto, was zur Unterstützung für den Verein zur Verfügung steht. Stolz verkündete Wolf die Spende an den TSC Lindlar für neue Kostüme. Man wünscht sich, dass es weitere Anwärter auf den Senat geben wird, der zur Zeit aus 34 Senatoren besteht.

Anschließend durften die Mitglieder in das Wohnzimmer von Lindlar. 49 Personen waren der Einladung gefolgt. An einem langen Tisch auf der Bühne wurde die Jahreshauptversammlung moderiert. 

Gisela Reif verlas das Protokoll der letztjährigen JHV, Michael Dlusniewski den Geschäftsbericht. Er erwähnte, dass der Verein aktuell aus 325 Mitgliedern besteht.

Markus Günther, der Sitzungspräsident mit weit über 20 Jahren als Mittelpunkt der Elferratbühne verlas seinen Bericht über den Karneval, bildlich unterstützt von einem Projektor mit lustigen Szenen. 

Gerhard Brocks verlas seinen Kassenbericht, den Einnahmen und Ausgaben und den Neuanschaffungen wie der Staperbatterie und den Tiefkühltruhen. Sein letzter Bericht wurde mit stehenden Ovationen gewürdigt, denn Gerd vollendete mit 44 Jahren im Vorstand seine Amtszeit. 

Kassenprüferin Manuela Tornow bestätigte die Aufstellung des Schatzmeisters und entließ den Vorstand.

Gerd erhielt im Anschluß die Ehrenurkunde und wurde zum 1. Ehrenschatzmeister der KG ernannt. Ein nicht endener Applaus würdigte damit eine Person, die den Rekord hält, als längstes im Vorstand des Vereins gewesen zu sein. 

Er hat die KG noch in den Kinderschuhen gesehen und ihr dazu verholfen, dass der Verein finanziell und idell auf guten Füßen steht. Auch wenn er oftmals "knickerig" war, so war es die richtige Entscheidung, wovon der Verein heute noch profitiert. Gerd wird dem Verein weiterhin zur Verfügung stehen, wenn Fragen aufkommen.

Wolf Herkner verlas den Vorschlag der Satzungsänderung, die einstimmig angenommen wurde. Dann gab es ein Blockwahl die einige neue Mitglieder in den Vorstand brachten.

Geplant ist es, in Zukunft mit den Lindlarer Karnevalsvereinen, die Tollitäten zusammen zu stellen oder zu begleiten. Es gibt viele Befürworter.

Dann wurde verkündet, dass die Sessionseröffnung nicht stattfinden wird, bei den Sitzungen und dem Karnevalszug kann man keine Entscheidung treffen, da es noch ein paar Monate Zeit zum überlegen gibt.